Mittwoch, 21. Oktober 2015

Training zu Hause.


Es ist Abend. Es ist gemütlich. Die Lieblingsserie kommt. Und Ihr habt so gar keine Ambitionen rauszugehen. Schon gar nicht zum Sport? Trotzdem plagt Euch das schlechte Gewissen, weil Ihr doch endlich was für Euren Körper tun wolltet? Jetzt ist genau die richtige Zeit, sich zu Hause eine kleine Sportecke einzurichten. Wie Ihr da taktisch klug vorgehen solltet, damit nicht wieder der Schweinehund gewinnt, lest Ihr hier: 

1. Mach's Dir gemütlich!
  • Es ist Dein Zuhause, richte Dir Dein Sportplätzchen so angenehm wie möglich ein
  • Lieblingsmusik, Lieblingsserie, Lieblingshaustier, Lieblingsfreund, Lieblingsfreundin – wenn Dir das beim Training hilft, dann sind das die besten Zutaten für ein effektives Workout
  • Verbanne im Gegenzug alles, was Dich nerven, unterbrechen oder ablenken könnte: Freund, Freundin, Mann, Frau, Hund, Kind, Handy, offene Fenster, Chips …

2. Alles, was Du brauchst

3. Wie oft und wie lange soll ich trainieren?
  • Fang doch ganz entspannt an und versuche es mit 1x pro Woche
  • Nimm Dir nicht zu viel vor: auch 10 Minuten sind schon super und besser als gar nicht
  • Passe die Trainingsdauer Deiner Laune an
  • Versuche immer zur gleichen Uhrzeit zu trainieren

4. Welche Übungen soll ich überhaupt machen?


In den nächsten Tagen stelle ich Euch passend dazu auf Facebook meine Top 5 Übungen für zu Hause vor.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Die Woche ohne Smartphone.


8 Wochen Arbeit ohne einen Tag Pause? Puh – das hat seine Spuren hinterlassen: Ich bin blass, meine Augenringe reichen bis zum Boden und von meiner Laune will ich gar nicht erst anfangen. Ich brauch nur noch meine Arme ausstrecken, mich ein bisschen ungelenk bewegen, grollende Geräusche machen und schon hätte ich meine Zombie-Rolle bei »The Walking Dead« in der Tasche.  
Kurz: Ich brauche dringend Urlaub. 

Wie kann ich in einer Woche Urlaub also schnellstmöglich wieder normal werden, frage ich mich? Die Lösung liegt auf der Hand: ein schöner, ruhiger Ort am Meer, zwei ganz besondere Menschen und nichts weiter, das stört oder an Arbeit erinnert. Also bloß kein Computer und  bloß kein Smartphone – so der Plan. 
Als ich von diesem Vorhaben erzähle, will mir keiner glauben. 
»Das schaffst Du doch nie!«, sagen alle. Nun, hab ich auch nicht. Jedenfalls nicht so richtig … 

Tag 1
Feierlich übergebe ich kurz vor der Abreise das Handy seinem neuen Besitzer auf Zeit (beide kommen mit in den Urlaub). 
5 Minuten später brauche ich es dringend zurück. Ich muss das Wetter am Urlaubsort checken. Und zwar unbedingt, sonst weiß ich ja nicht, ob ich passend gekleidet bin.
10 Minuten später schickt wer eine Nachricht. Ich will natürlich wissen, wer das war und direkt antworten gehört zur Etikette.  
Schnell wird klar: Ton & Vibration müssen ausgeschaltet werden, das sind die Trigger, auf die mein Gehirn augenblicklich reagiert. 

Wir sind unterwegs. Instinktiv greife ich immer wieder an meine Jackentasche und bin dann kurz irritiert, weil sie so leer ist. Ich komme mir komisch vor.

Nach zwei Stunden muss ich dringend was googlen, schäme mich aber, noch mal ums Handy zu fragen, also lass ich es, obwohl es mir schwerfällt. 

Tag 2
Ich werde gleich meinen ersten von drei längeren Inselläufen absolvieren – wie lange hab ich mich darauf gefreut! Aber doof irgendwie, so ohne Smartphone und ohne Musik …

»Kann ich mein Handy wiederhaben? Also nur für meine Läufe? Ich brauch doch Musik …« – »Ja, ja. Aber NUR für diese Läufe!«, ich höre eine gewisse Gereiztheit aus der Stimme meiner Smartphonehoheit und versuche, nicht mehr allzu sehr zu nerven. 
Aber nach dem wunderbaren Lauf in der Herbstsonne fühle ich mich gleich weniger zombiehaft und relativ entspannt.

Tag 3–5
Wahnsinn! Ich habe ungeheuerlich viel geschlafen und fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Außerdem lässt der Drang nach, ständig irgendwas auf dem Handy nachgucken zu müssen. Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich es nicht nur nicht, ich bin sogar froh, dass es nicht da ist. 
Angeblich erteile ich Handyaufträge an die Smartphonehoheit. Ich soll Dinge gesagt haben wie: »Läuft mein Café in Spiel So-und-So?«, »Und hast Du an den Tagesbonus in Spiel XY gedacht?« Daran kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern …


Ein Motto für die Zukunft: weniger online sein & mehr offline genießen.


Tag 6
An diesem Tag kommt es zum Eklat: Ich möchte laufen gehen und als ich die Musik auf dem Smartphone einschalten will, sehe ich: nur noch 20% Akkulaufzeit! Das reicht niemals für die Strecke, die ich mir für heute vorgenommen hatte! Das kommt davon, wenn man sich nicht selbst um sein eigenes Handy kümmert und die Handyhoheit ihren Job einfach nicht ernst nimmt! Ich bin wütend und laufe so schnell, dass die Akkulaufzeit ausreicht. Merkwürdig.

Tag 7
Die Rückfahrt nach Hamburg steht an und ich vereinbare mit der Smartphonehoheit, dass ich das Handy wieder übernehme. Die ganze Fahrt über lösche ich E-Mails und plane Termine und ich weiß bereits jetzt, dass ich mein Smartphone in Zukunft einfach häufiger mal ignorieren werde. 

Fazit
Vielleicht habe ich in meinem Bericht ein  bisschen übertrieben. Aber ich habe durch diese eine Woche eines gelernt: Sobald man etwas Abstand zu allen technischen Geräten und zur Onlinewelt hat, stellt man fest, wie klein und unbedeutend sie doch ist im Vergleich zur richtigen Welt. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich Facebook nicht vermisst habe. Aber Twitter irgendwie schon. Mein Café läuft übrigens noch. Und in Spiel XY bin ich etwas zurückgefallen, weil ich nicht alle Tagesboni mitnehmen konnte. Aber was ist das schon gegen einen (nahezu) ungestörten Familienurlaub! Ich werde das wieder machen, vielleicht sogar etwas konsequenter … Eine Smartphonepause lohnt sich! Das meint übrigens auch der Medizin-Nobelpreisträger Thomas Südhof.