Freitag, 29. Mai 2015

Jogger oder Läufer?


Ihr wisst, dass man zu einem echten Läufer nie Jogger sagen darf? Wenn nicht, dann wisst Ihr's jetzt. Es gibt da nämlich ein paar nicht unbedeutende Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Hier könnt Ihr herausfinden, zu welcher Ihr eigentlich gehört. 

Du bist Jogger, wenn …
… Du Dich wirklich jedes verdammte Mal dazu aufraffen musst, die Laufschuhe zu schnüren.
… Du Dich während des Joggens fragst, ob und wann es eigentlich bald zu Ende ist mit dieser Quälerei.
… Du 80% der Joggingzeit damit verbringst, nur an die Luft zu denken, die Dir gerade schmerzlich fehlt.
… Du Dir schwörst, doch lieber zum Zumba-Kurs zu gehen, weil man das dauernde Gerenne ja nicht aushält.
… Du neben wütend, verzweifelt, genervt und erschöpft noch viele weitere Gesichtsausdrücke draufhast, aber eines auf gar keinen Fall hinbekommst: nämlich lachen.
… während des Joggens tatsächlich Jogginghosen trägst (kreisch!!!).
… Du Deine Runtastic-Aktivitäten auf Facebook oder Twitter postest (gern auch mehrmals, weil das beim ersten Mal mit der Technik nicht so funktionierte …).
… Du grundsätzlich einen Motivator zum Joggen brauchst.
… Du Dich fragst, wie man jemals einen Marathon laufen kann. Oder 10 km.

… Du mittendrin enttäuscht abbrichst, weil's keinen Spaß macht.
… Du es schaffst, währenddessen statt Musik ein Hörbuch zu hören. 
… Du genau ein Paar Joggingschuhe besitzt.
… Du Dir die Nike Frees eigentlich zum Joggen gekauft hast und sie jetzt in Deiner Freizeit trägst.
… jemand zu Dir sagt: »Lauf-ABC.« – und Du so mit »Hä?« antwortest.
… Du in zehn Minuten wieder da bist.
… das Wetter eine ziemlich gute Ausrede für Dich ist, heute nicht joggen zu gehen.
… Du an der roten Ampel auf der Stelle joggst, weil Du der Meinung bist, man dürfe die Bewegung hier auf keinen Fall unterbrechen.
… Du feststellst, dass Du wirklich Jogger bist und Dich gedisst fühlst. 
Das sollst und musst Du aber gar nicht, denn entweder hast Du die coolen Läufertricks noch nicht für Dich entdeckt (dann guck mal hier) oder dieses Joggen-/Laufen-Ding ist einfach nix für Dich und auch das wäre völlig okay, denn es gibt ja so unglaublich viele tolle Alternativen ;). Das Wichtigste ist jedenfalls, dass man Spaß hat 


Du bist durch & durch Läufer wenn …
… Du irgendwo Wege entdeckst und Dich fragst, wie's wäre, hier zu laufen.
… Du immer ein kleines bisschen neidisch bist, wenn Du gerade nicht läufst und einen anderen Läufer siehst.
… Du beim ersten Blick auf einen entgegenkommenden Läufer sofort erkennst, ob er Jogger oder Läufer ist.
… Du beim Laufen manchmal aus dem Staunen nicht rauskommst, weil der Wald/die Wiese/der Berg/der Himmel/der Sonnenuntergang/der Sonnenaufgang/der Regen/der Schnee/die Luft/der Morgen/der Abend/der Mittag/der Nachmittag so wunderschön ist.
… Du Schlaf für Laufen opferst.
… Du beim Laufen lächelst. Oft.
… Du einfach weiterläufst, obwohl Dir was ins Auge geflogen ist/ein Hund Dich angegriffen hat/Du massiven Heuschnupfen und/oder Muskelkater hast/Du eigentlich keine Zeit mehr hast/Du weißt, dass Du gerade Deine Lieblingssendung verpasst/ein Regenschauer über Dich hinwegzieht/
… Du Deinen Lauf höchstens für ein spektakuläres Foto vom Sonnenauf- oder Untergang unterbrichst.
… Du spätestens nach zwei Wochen nach dem Dein erstes Kind das Licht der Welt erblickte fragst, wann Du wieder laufen kannst.
… Du nie ohne Laufschuhe im Gepäck verreist.
… Du neue kaufen gehst, weil Du sie vergessen hast für Deine Reise einzupacken (wirklich sehr, sehr ärgerlich  jetzt ein neues Paar kaufen zu müssen!) 

… Du während des Laufens schon mal die ein oder andere Träne vergossen hast (und zwar nicht, weil das Laufen so schrecklich gewesen wäre …)
… Du ahnst, dass Laufen Wunden heilt.
… Du ziemlich genervt davon bist, dass Du nicht laufen kannst, weil Du gerade krank/verletzt/hochschwanger bist oder einfach gar keine Zeit hast.

… Du Dich aufs nächste Mal freust.
… Du demnächst eine neue Wohnung/eine zusätzliche Garage oder ein neues Haus brauchst, weil Du Deine Laufschuhe nicht mehr unterkriegst. 
… Du all den kopfschüttelnden Menschen, die nicht verstehen, wie Du die ganze Zeit so durch die Gegend rennen kannst, immer wieder freundlich ins Gesicht lächelst.
… wenn Du aufgehört hast, andere zum Laufen bekehren zu wollen.



Montag, 18. Mai 2015

Der 5-Punkte-Plan, um Deine Ziele zu erreichen.


1. Verinnerlichen 
Laut Motivationstrainern dauert es 30 Tage, um Dein Vorhaben zu verinnerlichen und entsprechende Verhaltensmuster zu ändern, die letztlich auch zum Ziel führen.

2. Geduld haben 
Wieso so eilig? Gib Dir Zeit, das Ziel ganz entspannt zu erreichen. Der Weg dorthin kostet schließlich Energie, je mehr Du davon hast, umso besser. Und wenn Du am Ende sagen kannst, Du hast es geschafft, spielt es keine Rolle mehr, wie lange Du dafür gebraucht hast. 

3. Kleine Erfolge feiern
Egal, wie winzig ein Schritt erscheint, wenn er in die richtige Richtung geht, klopf Dir auf die Schulter und mach unbedingt weiter. 

4. Schon vorher freuen
Stell Dir vor, Du hättest das Ziel schon erreicht. Wie fühlt sich's an, wenn die Endorphine in Dir toben? Merk Dir dieses Glücksgefühl und ruf's Dir immer wieder in Erinnerung. 

5. Hilfe annehmen
Suche Dir einen Motivator, jemanden, der Dich auf Deinem Weg zum Ziel begleitet und davon überzeugt ist, dass Du's schaffst und Dich wieder aufmuntert, wenn's mal nicht so gut läuft.

Samstag, 9. Mai 2015

Zum Muttertag: Kind & Sport & überhaupt.



Auf Zehenspitzen lief ich die Treppe hinunter. Da war’s etwa kurz nach zwölf und eigentlich schon Muttertag. So leise wie möglich dekorierte ich den Esszimmertisch. Ganz zum Schluss stellte ich die Lampe auf, die meine Mutter entdeckt hatte, als wir einen Einkaufsbummel durch die Stadt unternahmen. »Die ist ja fantastisch!«, rief sie immer wieder. Eine Woche später machte ich mich schnaubend mit Babykugel auf den Weg in den gleichen Laden, um ihr die Lampe zu kaufen. An keinem der vielen Muttertage, war ich bisher meiner Mutter so dankbar gewesen wie an diesem. Und ich konnte ja nicht ahnen, dass ich in ein paar Stunden an diesem Tag auch noch selbst Mutter werden würde.

Das war vor genau einem Jahr. Jetzt kann meine kleine Tochter schon fast laufen. Und vom Augenblick ihrer Geburt an hat sie es geschafft, die Prioritäten meines ganzen bisherigen Lebens zu verschieben. Ich schätze so geht es wohl den meisten Müttern auf der ganzen Welt: Ein neuer Mensch ist da und man ist so überwältigt und gleichzeitig so von der großen Verantwortung erschlagen, dass man lange in einem luftleeren Raum schwebt. Jegliches Gefühl für die Zeit geht verloren, weil man ausschließlich damit beschäftigt ist, sich bedingungslos auf dieses zauberhafte kleine Wesen einzulassen.


In dieser Zeit, in der die Zeit für einen selbst erst mal gar keine Bedeutung mehr spielt, hat sich alles verändert. Fast alles. In der Zeit, in der ich unzählige Male angepinkelt, angerülpst, angepupst, angeniest, aus dem Schlaf gerissen, an den Haaren gezogen, unzählige Hirsekringel in kleine Hände gedrückt und so zauberhaft angelächelt wurde, habe ich immer versucht, an einem festzuhalten: An meinem liebsten Hobby (neben Schokolade essen, was ja nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt), am Sport. Und wieder hat es sich bestätigt: Dass es zwar wahnsinnig viel Energie bedarf, auch in hektischen Zeiten regelmäßig zu trainieren, dass es aber auch wahnsinnig wichtig ist, etwas für sich zu haben, um wieder bei sich anzukommen und daraus Kraft zu schöpfen.



Mir ist wohl klar dass nicht jede Mutter diese Zeit hat. Umso dankbarer bin ich, all diese Menschen um mich zu haben, die mich dabei unterstützen, damit ich nicht untergehe. Dass ich an meinem Hobby festhalten kann. Ich kann auch absolut verstehen, wenn Mamas gar keine Motivation für Sport haben. Denn in diesem einen Jahr jedenfalls, hab ich ein Gefühl dafür bekommen, wie stark Mütter eigentlich wirklich sind – auch ohne Sport. Muttersein ist ein toughes Workout, das tougheste überhaupt (Ihr kennt dieses Video weiter unten?). Aber auch das schönste, das man sich vorstellen kann. Wer sich mit diesem einen Workout vollauf zufrieden geben kann, dem sei das von Herzen gegönnt. Häufig erlebe ich es aber so, dass viele Neumamas unglaublich unzufrieden mit sich, mit der wenigen Zeit und mit ihrer Figur sind. Sport ist schon deswegen auch eine gute Investition für ein besseres Körpergefühl. Aber es muss natürlich auch nicht immer Sport sein. Was immer Ihr für Euch als Ausgleich findet, haltet daran fest! Und damit verneige ich mich vor Euch Mamas. Und ganz besonders vor meiner eigenen.




Donnerstag, 7. Mai 2015

Ein typischer Kniebeuge-Bug & wie man ihn beheben kann.

Ganz wichtig bei jedem Training: selbstkritisch sein. Nur, weil wir Übungen regelmäßig durchführen, heißt das noch lange nicht, dass wir sie dadurch auch automatisch richtig machen. Wer immer mal wieder während des Workouts Videos oder Fotos von sich machen lässt, fährt gut damit. Wie ich kürzlich.

Mit meinem Lauffreund Olli war ich kürzlich im Studio trainieren und prompt konnte der zwei ganz klassische Kniebeugefehler bei mir entlarven. Schaut Euch mal dieses Video an. Fällt Euch was auf?



Zur Erinnerung: Darauf sollte man bei Kniebeugen achten
Ausgangsstellung:
  • Füße in Neutralstellung: d.h. die Fußspitzen zeigen eher nach vorn, dürfen ein ganz klein wenig nach außen zeigen
  • Hüftbreiter Stand
Beim Beugen:
  • Schulterblätter zusammen, Brust raus
  • Knie bleiben hinter den Fußspitzen 
  • Knie kippen nicht nach innen (in die X-Bein-Stellung)
  • Körperschwerpunkt liegt auf den Fersen, Po ist weit hinten
  • Rücken grade, bzw. eher Hohlkreuz, auf keinen Fall einen eingerundeten unteren Rücken
Zurück zu mir: Zu viel Gewicht habe ich mir für die Übung rausgesucht. Den Fünf-Kilo-Ball kann ich nicht vernünftig halten. Das führt auch zum zweiten Fehler: Beim Runtergehen rundet mein Rücken plötzlich ein. Eigentlich ist eine tiefe Kniebeuge so wie hier im Bild (Hüfte unter dem Kniegelenk) der Beweis für eine gute Hüftmobilität – aber nur, wenn der Rücken grade bleibt. Und das tut er bei mir leider nicht. Mir mangelt es also an Beweglichkeit. Ich schiebe mal 80% auf meine Schwangerschaft und 20% auf den Ehrgeiz nach der Schwangerschaft, wieder schnell viele Muskeln aufzubauen (vielleicht auch umgekehrt …)

Fehler 1: Gewicht zu schwer
Fehler 2: runder Rücken
Korrektur: leichteres Gewicht und
ich gehe nicht mehr allzu tief in die Hocke, verringere damit die Einrundung des Rückens.  
Was tut man in so einem Fall? Unbedingt die Beweglichkeit der Hüfte verbessern, beispielsweise mit der Übung namens »Thoracic Bridge«.



Außerdem sollte man die Rückseite der Oberschenkel und die Hüftbeuger intensiver dehnen und mit der Blackroll arbeiten (Oberschenkelrückseiten, Po, Oberschenkelinnenseiten). Die Yogaübung »Anjaneyasana« ist fantastisch (echte Yogakenner sehen schon, wie unbeweglich ich tatsächlich bin – hier war ich schon ein bisschen schwanger …). Weitere gute Tipps gibt's auch hier.


Jetzt seid Ihr dran:
Ab in die Kniebeuge, jemanden bitten, ein Foto oder Video davon zu machen und anschließend die Abläufe überprüfen, gegebenenfalls korrigieren.

Während Ihr das macht, dehne ich und übe »Anjaneyasana« :)