Donnerstag, 4. September 2014

Sport mal eben zwischendurch. Ein Selbstversuch.


Euch zum Sport zu motivieren, ist etwas, das ich mir vor langer Zeit zum Ziel gesetzt habe. Bei den meisten scheitert ein Training ja oft an der fehlenden 
Zeit. Ist ein fester Termin mit einem Trainer vereinbart, wird der eher eingehalten, als wenn man nur für sich selbst trainieren möchte. Ich freu mich immer wieder darüber, wenn ich mit jemandem zusammen Sport gemacht habe und wir gemeinsam dem Zeitmangel und dem Schweinehund eins ausgewischt haben!

Hand aufs Herz: Wer hat schon Zeit? Also ich nicht. Seit etwas mehr als drei Monaten übe ich mich darin, alle meine Hobbys und Berufe mit der großen Verantwortung einen kleinen Menschen zu erziehen, zu vereinen. Ich bin mehr als einmal an meine Grenzen gekommen. Physisch genauso wie psychisch. Aber auch jetzt hat sich gezeigt: Sport ist nach wie vor etwas, das unabdingbar zu meinem Leben gehört. Ich bestehe darauf, Zeit für den Sport zu investieren. Und fast immer ist es dann so, dass es mir besonders in stressigen Phasen nach einem Training besser geht als vorher. Ein Training bedeutet übrigens nicht immer stundenlange, schweißtreibende Action. Ein Training bedeutet manchmal auch nur zehn Minuten Bodenübungen vor dem Fernseher. 

Tipps wie »Fitness im Büro«, ein »5-Minuten-Workout« für Zuhause scheinen für unser hektisches Leben also nur legitim. Mein Plan war, Euch zu zeigen, dass man auch mal schnell zwischen Tür und Angel ein Mini-Training absolvieren kann. Tja, der Plan ging gründlich daneben. Eigentlich wollte ich aus dem Leben gegriffene Videos posten, die zeigen, welche Übungen man hier & da so einbauen kann und in wirklich JEDEM stellte ich später fest, wie schlecht ich meine Sache machte. Wie in diesem, als mir spät abends noch einfiel, dass ich ja eigentlich einen Schokoladenkuchen für Freunde backen und auch noch trainieren wollte. Ich dachte, ich kombiniere das einfach und zeige Euch: so einfach geht's. So einfach geht's aber nicht! Eigentlich logisch. Meine Zähne putze ich schließlich auch nicht, während ich Wäsche aufhänge (obwohl … irgendwer macht das bestimmt …).



Mein Fazit lautet: Wer ernsthaft Sport & Bewegung in sein Leben integrieren möchte, sollte sich bewusst dafür Zeit nehmen. Und wenn es nur fünf Minuten sind. Bewusst drauf achten, was man da so tut, auf den Körper hören, atmen und die Bewegung spüren. Nur dann macht es nämlich Spaß. 

Übrigens fiel mir bei meinem Selbstversuch auch dieser ZEIT-Artikel wieder ein: »Alles gleichzeitig funktioniert nicht«. Multitasking ist in Wahrheit halt doch ein riesengroßes Arschloch. 

Keine Kommentare: