Dienstag, 22. April 2014

Schuhtest: der neue Reebok ZQuick TR. [Sponsored Post]

Etwa 14 mochte ich gewesen sein, als ich das erste und das letzte Mal einen Reebok-Schuh trug. Er hieß »Princess« (was mir natürlich sehr gut gefiel) und ich fand ihn ziemlich lässig. Unzählige Nike- und Adidas-Trainer später schlüpfe ich jetzt also wieder in einen Reebok-Schuh, um ihm beim Training (unter erschwerten Bedingungen übrigens) zu testen. Und was soll ich sagen? Ich war überrascht.



Die Marke
Reeboks Firmenhistorie startete 1895 in Großbritannien. 1924 stattete das Unternehmen britische Sportler für die Olympischen Spiele mit Laufschuhen aus. Richtig bekannt wurde die Marke aber erst Mitte der 80er mit ihren bunten Aerobic-Schuhen. Was viele noch immer gar nicht wissen: Reebok ist seit 2006 eine adidas-Tochter. Ziemlich berühmt sind inzwischen die ganzen Events, wie der Reebok Women’s Run, The Color Run und Spartan Race. Aktuell verbindet man Reebok vor allem mit einem: mit CrossFit. 2010 tat das Unternehmen einen recht cleveren Schritt und ging eine Partnerschaft mit der CrossFit Incorporation ein. CrossFit ist heute DER Fitnesstrend schlechthin und für eingefleischte Fans gehört eine Reebok-Ausstattung zum guten Ton. In diesem Jahr zeigt sich die Marke aber nicht nur mit einem neuen Logo (was ich schade finde, das alte gefiel mir besser …), sie positioniert sich auch neu mit ihrer »Live with Fire«-Kampagne. Selbst erklärtes Ziel von Reebok ist es, uns Sportler bei unserer Leidenschaft zur Bewegung zu unterstützen und uns zu einem gesunden und fitten Lebensstil zu motivieren.

Die ZSeries
Das Design der neuen ZSeries-Kollektion hat sich Reebok von den Rennsportreifen abgeguckt: Die sogenannten Z-Reifen mit speziellen Profilen sind für besonders schnelle Fahrzeuge konzipiert, die auch bei wendigen Fahrmanövern immer beste Bodenhaftung haben. Genau das verspricht auch der Trainingsschuh.
Die Flexkerben unter dem Fußbett sorgen dafür, dass der Schuh sich den Bewegungen des Fußes gut anpasst. Das NanoWeb-Obermaterial soll den Fuß zusätzlich optimal stützen. Der Schuh ist keiner speziellen Fitnessrichtung zugeschrieben und daher ideal für ambitionierte Sportler, die vieles ausprobieren und Wert auf ein abwechslungsreiches Training legen.

Die Fakten
Gewicht: ca. 255 g
Preis: UVP 99,95 €
Alle Modelle in je vier Farben für Frauen findet Ihr hier, die für Männer hier.

Meine Erfahrung
Das Erste, was ich dachte, als ich den Schuh sah, war, dass ich ihn Läufern eher nicht empfehlen würde – zu fest und unkomfortabel erschien mir dieses NanoWeb-Obermaterial. In diesen Tagen imitieren ja wahnsinnig viele Hersteller meinen absoluten Lieblingsschuh, den Nike Flyknit. Sein Markenzeichen ist sein maschinengeknüpftes, extrem leichtes Gewebe. Reebok macht da keine Ausnahme und springt mit dem ZQuick TR ebenfalls auf diesen Zug auf, kann aber optisch nicht so richtig mithalten. Das NanoWeb-Material sieht dafür zu sehr nach Plastik aus. 
Nach meinen Trainings mit dem Schuh, hab ich meine Meinung aber tatsächlich etwas geändert. Fast bin ich ein bisschen traurig, weil ich zurzeit leider nicht mehr laufen kann, denn die Wahrheit ist: Wer schnelle, kurze Strecken mag, routiniert im Laufen ist und mit Gelenken keine Probleme hat, wird mit dem ZQuick TR sicher Spaß haben. Er ist leicht, dynamisch, sehr bequem, ideal fürs Laufband, aber auch für asphaltierte Wege nicht schlecht. Der Schuh ist schön flach und unterstützt die natürliche Abrollbewegung des Fußes. Ein eher minimalistischer Schuh, der den Großteil der Dämpfung unserem körpereigenen Federungssystem überlässt. Aus diesem Grund empfehle ich ihn eher geübten Läufern mit flachem Fußaufsatz. Für meinen Geschmack könnte er im Vorfußbereich noch ein kleines bisschen schmaler geschnitten sein.

Gerne wäre ich mit dem Schuh selbst mal gelaufen, habe mich für den Test aber nur auf ein Fitnessprogramm beschränkt, das sowohl drinnen als auch draußen stattfand. Der ZQuick TR ist optimal fürs Funktional Training auch für High- und Low-Impact-Programme. Für mich ist er eher ein Indoor-Schuh, der aber durch den schmalen Schnitt wirklich guten Halt am Fuß und hohen Komfort bietet.

Der Reebok ZQuick TR im Schnellcheck


Optik & Material:
+ schmaler Schnitt
+ coole Farben
+ Flache Sohle
+ schön leicht
+ angemessener Preis
– NanoWeb-Material sieht nicht so hübsch aus wie beim Nike FlyKnit 

Geeignet für …
+ Laufen auf kurzen Strecken
+ Laufen für geübte Läufer ohne Gelenkprobleme
+ Laufband + Fitnesstraining
+ Low- & High-Impact-Training
+ Funktional Training
+ CrossFit

Fazit:
Der ZQuick TR lässt sich als »Jack of all trades, Master of none« einordnen und ist damit ein empfehlenswerter Allrounder. Trainiert man allerdings nur in einer Disziplin, ist man mit den speziell darauf zugeschnittenen Schuhen natürlich besser beraten.

Dieser Post wurde von mir geschrieben, aber von Reebok gesponsert.

Freitag, 4. April 2014

Training allein zu zweit, Teil 5.

»Frau Dua, wir möchten Sie gerne hierbehalten.« – ein Satz, der mich zum Strahlen bringen würde, befände ich mich in einem 5-Sterne-Wellness-Ressort. Im besten Fitnessstudio der Welt. Oder im Schokoladenmuseum. Aber nein, der Satz fällt im Krankenhaus. Und zwar viel zu früh. Mein Arzt hat mich hergeschickt, weil sich ganz plötzlich ein Wert verschlechtert hatte. Eine Vorsichtsmaßnahme, sollte das Kind tatsächlich schon zur Welt kommen wollen … Und so weiß ich schon jetzt, wie es sich anfühlt, wenn Kinder die eigenen Pläne durchkreuzen. Und das tun sie sogar, wenn sie noch nicht mal geboren sind. Verrückt. 

Ich füge mich also etwas traurig meinem Schicksal. Und so liege ich wenig später in einem schrecklich weißen Bett als die Tür aufgeht
»Sie dürfen nicht aufstehen, nur wenn Sie zur Toilette müssen oder einmal am Tag duschen. Wenn was ist, drücken Sie da auf den roten Knopf.« – Zu Befehl!, will ich sagen, sag aber nur »Jawohl.« und schlucke mühsam. Mein Mund ist trocken, die Luft stickig, der Raum viel zu warm. Meine Laune war schon weit gesunken. Doch jetzt sinkt sie ins Bodenlose. Ich darf mich nicht bewegen? Das ist also mein Training allein zu zweit für die nächste Zeit? Ich würde mich gerne einmal übergeben. Aber ich hab aus lauter Aufregung so wenig gegessen, dass es aussichtslos wäre … Um die Uhrzeit gab es nichts Glutenfreies mehr für mich. Schlafen kann ich natürlich auch nicht … 


War nicht lecker.
Dann der nächste Morgen. Auch da erleide ich erst mal Hunger, weil schon wieder vergessen wurde, dass ich nicht alles esse. Erst am Mittag kommt wer und bringt mir irgendwas mit Fisch und Kartoffeln. Und eine Kaffeemahlzeit, die aus einem winzigen Keks besteht. Ich esse fast alles auf und fünf Minuten später hab ich wieder Hunger. 
War viel zu klein.

Am Mittag werde ich noch mal untersucht, dann zurück ins Bett geschickt, um zwanzig Minuten auf das Ergebnis zu warten. Kurze Zeit später schwingt die Tür wieder auf und die Ärztin strahlt mich an, mein Herz hüpft: 
»Frau Dua, alles in Ordnung. Sie dürfen wieder nach Hause gehen!«
Glücksgefühle in mir drin um mich rum und auf mir drauf. Ich glaube so schnell war ich noch nie aus dem Bett.


Belohnung – DIE war lecker!
Ein Tag danach bin ich noch mal bei meinem Arzt, der mich zuallererst mit einer herzlichen Umarmung begrüßt. »Na, da dürfen sich ja vielleicht doch noch beim Hamburg Marathon helfen!«, sagt er. Und er hat eine weitere gute Nachricht: Der kritische Wert hat sich schon wieder verbessert. Ich bin froh. So froh, dass ich die Umstände erst mal mit einem Eis feiere. Mit einem angemessen großen Eis plus Schokosoße, versteht sich. Während ich genieße, beschließe ich ganz vernünftig, ganz freiwillig auf die lang geplante Reise nach Köln und auf den Besuch der FIBO zu verzichten. Und ich nehme eine weitere Sportpause gelassener hin, als ich es je für möglich gehalten habe. Ach, und bevor wer fragt: Nein, der kritische Wert hatte übrigens nichts mit meinen sportlichen Ambitionen zu tun. 

Hey, Ihr alle auf der FIBO, bitte habt ganz viel Spaß – am besten gleich für mich mit, denn ich wünschte, ich könnte auch da sein. 














Wie das eigentlich anfing mit dem Training allein zu zweit? So.