Dienstag, 23. Juli 2013

4 skurrile Sportgeschichten (die wirklich so passiert sind).

Schon lecker, das Gummizeugs.

1. Der Tropifrutti-Lauf
»Mach Dir Deinen Lauf so schön wie möglich!« – ein Tipp, den ich jedem Laufanfänger ans Herz lege. Eine Bekannte hat das perfekt für sich umgesetzt: Sie motivierte sich beim Laufen immer mit einer Packung Tropifrutti von Haribo. Und zwar aß sie die wirklich WÄHREND des Laufen. Die Packung kam vor jedem Training in die Laufjacke und alle paar Meter griff sie dann beherzt zu – köstlich! Und zwar so köstlich, dass sie damit irgendwann auch ihre Laufpartnerin überzeugte und die Tropifrutti-Angewohnheit selbst bei ihrem ersten Halbmarathon durchzog. (Ich überlege übrigens, ob ich künftig immer ein paar Stücke Schokolade mitnehme – wenn es wieder etwas kühler ist …).

Matthias kann auch so was:
die Fledermaus
2. Das geplatzte Training
Es gibt ja wirklich nicht mehr viele Bodybuilder. Ich kenn aber noch einen. Und der ist ziemlich witzig. Matthias hat sich ein paar neue Nike Airs bei Footlocker gekauft. Dort haben die ihm gesagt, dass die nicht unbedingt geeignet sind für Leute wie ihn. Für Leute, die dank ihrer Muskeln über 100 Kilo auf die Waage bringen. Matthias hat sich aber nix dabei gedacht, zieht die schicken Nikes zum Training an und macht mit 140 Kilo Kniebeugen – bis es knallt. Die Nike-Air-Luftkissen sind mal eben einfach so geplatzt. Keine Sorge: Matthias geht’s gut. Er pumpt noch immer fleißig …

3. Die Schmerztabletten-Kur
Eigentlich sollte ich das hier nicht mit Euch teilen. Denn die folgende Geschichte könnte meinen Ruf als Trainer durchaus gefährden: In der Tat hält eine Kundin den Muskelkater nach einem unserer ersten Trainings einfach nicht mehr aus (ich meine, wir haben vor allem am aeroSling trainiert). Die Lösung: Schmerztabletten! Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dies nicht nachzumachen. Aber was mich trotzdem sehr freut: Dass die Kundin immer wieder kommt. Was übrigens WIRKLICH bei Muskelkater zu empfehlen ist, lest Ihr hier.

4. ZUMBA® in Hotpants
Eine Freundin, deren Namen ausdrücklich NICHT genannt werden darf, hat ihren Lieblingssport für sich entdeckt: ZUMBA® (ausgerechnet – zur Erinnerung: dies …). Eines Tages wundert sie sich gehörig, als sie eine Kursteilnehmerin beiseite nimmt und meint: »Du kommst auch besser zu uns in die letzte Reihe!«. Und dann stellt sie fest: Hui, dieses Loch auf der Rückseite ihrer Hose, fühlt sich ziemlich groß an (was es auch war) … Die ZUMBA®-Stunde absolviert sie dennoch tapfer – in der letzten Reihe. Anschließend schleicht sie zurück in die Umkleidekabine, wo sie die Hose mit dem riesigen Loch umgehend entsorgt (es gibt also leider kein Foto von dem guten Stück) …

Mittwoch, 3. Juli 2013

Laufen lieben lernen – in 7 Schritten.

Zuerst: Nein. Man MUSS nicht laufen. Und mir liegt es fern, Euch zu bekehren. Wer es wirklich verabscheut, der soll es bleiben lassen – Alternativen gibt es schließlich zu Hauf. Wer es aber immer wieder versucht, sich ständig fragt: Warum finden andere das toll und warum schaffe ich es nicht, dran zu bleiben? – der sollte dem Laufen eine Chance geben.

Hör ich da wen sagen, laufen ist langweilig? Aaaaah!!! Darf ich mal kurz dran erinnern:
Ihr könnt schnell laufen und langsam. Ihr könnt zum Beat Eurer Lieblingsmusik grooven, Ihr könnt Hörbüchern lauschen (wie GamlaSvenka das z.B. macht). Ihr könnt alleine laufen, zu zweit, in der Gruppe. Ihr könnt mitten in der Stadt, im Park, im Wald oder auf dem Laufband laufen. Bergauf, bergab. Am Wasser, am Strand. Bei Sonnenschein, Schnee, Regen oder Sturmböen. Ihr könnt Euch währenddessen überlegen, was Ihr anschließend esst, welches Outfit Ihr zur nächsten Party tragt, wann Ihr diesen Städtetrip planen sollt, wie’s weitergehen soll mit Euch und Eurer Zukunft. Ihr könnt Euch währenddessen sorgen, freuen, abreagieren, Pläne schmieden, runterkommen. Ihr könnt Treppenläufe, Übungen, Lauf-ABC miteinbauen. Ihr könnt schöne Gespräche mit Freunden führen, andere dabei besser kennen lernen, sogar Freundschaften schließen. Ihr könnt mal die schwarze Hose mit dem blauen Shirt oder die graue Hose mit dem weißen Shirt tragen … Sag noch einmal wer, laufen ist langweilig! Ihr kriegt Ärger mit mir.

Mir ist Laufen so wertvoll, dass jedes Mal mein Läuferherz hüpft, wenn ich es schaffe, wen dauerhaft davon zu begeistern. Darum hier für Euch meine Top 7 Tipps, das Laufen lieben zu lernen: 

1. Rüste Dich neu aus
Wenn neue, coole Laufschuhe, eine stylisches Laufshirt o.ä. auf Dich warten, verdoppelt sich die Motivation, ins Läuferoutfit zu schlüpfen. Wort drauf!





2. Lauf langsam
Ganz wichtig, wenn Du startest. Laufe immer nur so schnell, dass Du dabei reden kannst. Scheiß drauf, wie viele an Dir vorbeiziehen. Es ist DEIN Lauf. Und den beherrschst Du. Mach ihn Dir also so nett wie möglich.  




3. Lauf kurz, dafür öfter
60 Minuten am Stück laufen? Brauchst Du doch gar nicht auf Anhieb zu schaffen. 10–20 Minuten tun’s auch. Oder schaffst Du vielleicht sogar 30? Am Anfang ist es wichtig, dass Du Dich nicht auspowerst. Lieber mehrmals in der Woche kurze Runden drehen, als eine lange, die Dich völlig fertig macht und dafür sorgt, dass Dein Schweinehund beim nächsten Mal umso größer ist. Denn gemerkt hat sich Dein Gehirn: Laufen ist derbe anstrengend. Und das stimmt so ja gar nicht …

4. Nimm einen Motivator mit
Freund, Freundin, Trainer, App – die können Wunder wirken und sorgen dafür, dass Ihr den Lauftermin auch wirklich einhaltet. Abgemacht ist schließlich abgemacht. Wer die Apps tatsächlich noch nicht kennt: Runtastic, Nike+ und Runkeeper sind sehr zu empfehlen. Relativ neu für die Hamburger ist Alsterrunning.

5. Lass die Gedanken schweifen
Es gibt nichts Schöneres, als der Moment, in dem man gar nicht mehr merkt, dass man läuft. Der Moment, in dem die Gedanken beginnen abzuschweifen. Das passiert natürlich nur, wenn Du nicht ständig darüber nachdenken musst, wie anstrengend es gerade ist. Daher: Beachte wieder Punkt 2. Und versuch auf die regelmäßige Atmung zu achten. 

6. Belohn Dich!
Du hast es geschafft? Sauber! Und das darf belohnt werden. @neverevertown (wie Ihr hier lesen könnt) wirft pro versäumte Laufsession 5 € in die Sportspardose. Andersrum geht aber auch: Pro Lauf kommen 5 € in die Sportkasse. Und … tata: Am Ende des Monats kann sich da eine stattliche Summe ansammeln.



7. Erzähl allen davon
Wer jedem erzählt (auch denen die’s nicht wissen wollen), dass er heute Abend Laufen geht, hält das in der Regel auch ein. Wär ja ganz schön unangenehm, wenn die anderen dann nachfragen würden und man müsste sagen: »Ach, nö. Ich hab dann doch lieber Germanys Next Top Model geguckt …!«


Viel Erfolg. Und wenn's nicht klappt, dann probiert Ihr's doch mit 'ner anderen Sportart. Oder meldet Euch bei mir und lauft gelegentlich beim Körpergold-Lauftreff mit :) 
Habt Ihr selbst noch gute Tipps? Dann zögert nicht, die Kommentarfunktion steht Euch jederzeit zur Verfügung!