Samstag, 18. Mai 2013

40 Dinge, die im Fitnessstudio gar nicht gut ankommen.

10 goldene Regeln – und die reichen längst nicht … 

  1. Telefonieren
  2. Rasieren
  3. Kopulieren
  4. Randalieren
  5. Krank trainieren
  6. Schlechte Manieren
  7. Penetrant posen
  8. Rutschende Hosen
  9. Geräte besetzen
  10. Andere hetzen
  11. Döner essen
  12. Handtuch vergessen
  13. Trainer nerven
  14. Mit Hanteln werfen
  15. Sich pausenlos mit anderen messen
  16. Ständig stressen
  17. Für Unordnung sorgen
  18. Sich Hanteln borgen (und nicht wiederbringen)
  19. Laut streiten
  20. Anschließend fighten
  21. Sich über andere amüsieren
  22. Fernsehsender umprogrammieren
  23. Straßenschuhe tragen
  24. Den Yogalehrer schlagen
  25. Ins Schwimmbecken pissen
  26. Andere dissen
  27. Beiträge nicht zahlen
  28. Immer nur prahlen
  29. Sich nix sagen lassen
  30. Den Kurs verpassen (für den man angemeldet war …)
  31. Zu viel Gewicht nehmen
  32. Sich dafür nicht schämen
  33. Medizinbälle klauen
  34. Anderen tatenlos beim Training zuschauen
  35. Vom Laufband fallen
  36. In den Trainer verknallen
  37. In der Sauna sprechen
  38. Im Kursraum brechen
  39. Heimlich in 'ner Ecke zechen
  40. Auf dem Parkplatz teure Reifen zerstechen

Donnerstag, 9. Mai 2013

Die Geschichte des Fitnesstrainings.


Die Geschichte des Fitnesstrainings ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Kommt, lasst uns einige aufklären!

6. Jh. v. Chr.
Die ersten Fitnessstudios entstehen und heißen »Gymnasium« (gr. »Gymnasion«, daher auch das englische Wort »Gym«). Dort werden vorzugsweise Männer ausgebildet. Durch körperliches Training soll ihre Wehrhaftigkeit verbessert werden. Ein Gymnasium setzte sich meist aus Laufbahn, Ringplatz, großen Freiflächen für Wurfübungen und einem Schwimmbecken zusammen. Trainiert wurde übrigens ausschließlich nackt …

5. Jh v. Chr.
Herodikos von Selymbria, Lehrer von Hippokrates, gilt als Begründer der medizinischen Heilgymnastik.

3. Jh. v. Chr.
Eine Schrift des Philostratus erscheint – darin rät er, »zur Kräftigung das Tragen schwerer Lasten, das Biegen von Eisenplatten, das Ziehen des Pfluges oder auch das Bändigen eines Löwen.«

2. Jh. v. Chr.
Nun wurden die Römer von den Griechen stark beeinflusst. Sie übernahmen neben Sportarten wie Diskus, Weitsprung auch das Hanteltraining und die Trainingslehre. Außerdem wurden erstmals Diätvorschriften für Sportler wichtig. 

10./11. Jh. n. Chr.
Die Schotten kommen und tragen die »Highland Games« aus. Werfen und Stoßen von Steinen und vor allem das »Cabertossing« (Baumstammwerfen) werden berühmt.

1573 
Der Arzt Hieronymos Mercurialis verfasste nach griechischem Vorbild die »Ars gymnastica« und propagierte mit dieser Schrift die präventive und heilende Kraft von Leibesübungen.

1780
Der französische Militärarzt Joseph Clément Tissot riet in seinem Werk »Medicinische und Chirurgische Gymnastik« nach Verletzungen, bei Haltungsfehlern und Körperdeformationen zu Übungen wie Wasser aus einem Brunnen ziehen, Glockenläuten, Klettern und das Tragen schwerer Gegenstände. Auch Jean-Jaques Rousseau empfiehlt für die Gesundheit von Geist und Seele das Schwimmen, Baumklettern, Weit- und Hochsprung Gewichtheben, Steinstoßen, Drängelkämpfe und Gleichgewichtsübungen.

1811
Friedrich Ludwig Jahn eröffnet in Berlin den ersten Turnplatz.

1830
Die erste berufsmäßige Athletin Deutschlands Elise Serafin Luftmann hob vor Publikum schwere Gewichte, Hanteln und jonglierte mit Kanonenkugeln.

1890
Die Kraftakrobatin Athleta stemmte Pferde, Fässer und – Männer …

1920
Joseph Pilates entwickelt sein (heute wieder berühmtes) Trainingsprogramm.

1930
Es ist da, das »Golden Age of Bodybuilding«. Der Muskelkult rund um Mr. America kommt in die Gänge und ebnet dem Gold’s Gym den Weg.

1958
Der mehrfache Olympiasieger im Schwimmen Johnny Weissmüller spielt Tarzan und gilt fortan als Verkörperung des männlich-muskulösen Schönheitsideals. Dann aber kommt …

1967
… Arnold Schwarzenegger – er wird Mister Universum und macht das Muskeltraining populärer wie kein Sportler zuvor.

1970
Krankengymnastik, Leistungssport, Trainingslehre, Sportmedizin und Therapie beginnen langsam miteinander zu verschmelzen. Der Beginn der medizinischen Trainingstherapie. Der Deutsche Sportbund startete die Trimm-Dich-Bewegung. 

1980
Die Zeit der Fitnessstudios ist angebrochen. Dank Jane Fonda avanciert nicht nur Aerobic zum Trend – auch Leggings, Taillenwärmer und Stulpen sind plötzlich ziemlich angesagt. Fitnessstudios und modernes Gerätetraining werden immer populärer. 

2011
Mehr als 7,6 Millionen Deutsche betätigen sich aktiv in Fitnessstudios. 

2013
Der Fitnessmarkt wächst weiter. Doch: merkwürdig. Statt in den Studios zu schwitzen, mögen viele wieder lieber draußen trainieren. Immer mehr Sportler gehen back to the roots. Statt der starren Geräte ist plötzlich wieder Klettern oder Gewichtheben angesagt. Sprungseile, Autoreifen, Taue, Medizinbälle o.ä. liegen voll im Trend.

2015
Es kann nicht mehr lange dauern und wir absolvieren unser Training wieder mit dem Ziehen des Pfluges, mit Steinstoßen, Drängelkämpfen – und ja, wer weiß, vielleicht auch mit Glockenläuten oder dem Bändigen eines Löwen. Was dabei allerdings nicht fehlen darf: eine App, mit der wir alles ganz genau dokumentieren und auswerten … 

Quelle: 
Jan Pauls, »Das große Buch vom Krafttraining«