Dienstag, 30. Oktober 2012

Du bist ein echter Sportler, wenn …


Ohne geht einfach nicht? Dann bist Du ein echter Sportler.
… wenn Du Liegestütz kannst. Oder versuchst, welche zu können und dabei nicht aufgibst.
… wenn Du Treppen gehst, obwohl Du wahnsinnigen Muskelkater hast.
… wenn Du nicht verstehen kannst, weshalb Leute die Rolltreppe runter nehmen (hoch ist eigentlich auch doof …).
… wenn Du weißt, was HF und HFmax bedeuten.
… wenn Dir Schwitzen nicht im Mindesten peinlich ist.
… wenn Deine Kinder Haile, Usain oder Venus heißen.
… wenn Deine Waschmaschine täglich läuft.
… wenn Du keine Hemden trägst, weil Du sonst den Bizeps nicht mehr anspannen kannst.
… wenn Du die Planke mindestens 45 Sekunden lang halten kannst.
… wenn Du den 1-kg-Hanteln keine Beachtung schenkst und gleich 3 kg nimmst – also mindestens.
… wenn Du feste Sporttage hast und Deine Freunde sich montags grundsätzlich nicht melden, weil sie wissen, dass sie (ausnahmsweise) keine Chance haben.
… wenn Du diesen derben Kohlenhydratschmacht kennst (Essen! Ich brauch Essen!).
… wenn Du Dir den Halbmarathon/Marathon/Triathlon (oder alles drei) nicht nur vorgenommen hast.
… wenn Du Dir den Halbmarathon/Marathon (oder beides) nicht vorgenommen hast, aber trotzdem läufst – und zwar ohne, dass wer dabei zuguckt.
… wenn Du laufen gehst, egal wie groß die schwarze Wolke dahinten gerade ist.
… wenn Du weißt, wie Bauchanspannen geht.
… wenn Du Mitglied im Sportstudio bist – und auch hingehst.
… wenn Du Mitglied im Sportstudio bist, nicht hingehst und stattdessen fleißig draußen oder zu Hause trainierst (P.S.: Du solltest kündigen – heute!).
… wenn Du während des Sportguckens im Fernsehen plötzlich diesen unbändigen Drang verspürst …
… wenn Du in diesem Augenblick Muskelkater hast und Dich schon wieder auf die nächste Trainingseinheit freust.
… wenn Du mit dem Sonnengruß den Tag beginnst und ihn in der Stellung des Kindes beendest.
… wenn Du Sport einfach magst und Du Dich auch wie ein echter Sportler fühlst – völlig egal, was hier in diesem Beitrag steht. 

Freitag, 12. Oktober 2012

Hamburg, deine Straßen.

Fast unbreakable.
Das Auto gewinnt immer. Ich hätte es wissen müssen. Aber manchmal benehme ich mich wie Bruce Willis in »Unbreakable«: renne durch die Stadt mit dem sicheren Gefühl, nichts kann mir passieren. Beim Laufen bin ich eine Meisterin darin, Kollisionen oder Stürze noch in letzter Sekunde zu verhindern (z.B. durch beherzte Sprünge über Hundeleinen). Aber Radfahren ist irgendwie anders.
Das hab ich gleich bemerkt, als ich zum ersten Mal auf Hamburgs Straßen radle. Zweige peitschen mir ins Gesicht, unerwartet stehen Bäume und PKWs im Weg, ich hüpfe über eine Kraterlandschaft namens Radweg. Fahrradfahren in Hamburg ist ein Abenteuer. Nicht nur, weil die Radwege keine Radwege sind, vor allem, weil man von den meisten Autos gar nicht richtig wahrgenommen wird. Bester Beweis: Anfang der Woche. Da wurde meiner gerade eben erst entdeckten Fahrradliebe schwer zugesetzt.
Ich fahre über die grüne Ampel, ein Auto biegt in die Straße ein, da es langsamer wird, gehe ich viel zu optimistisch davon aus, es würde halten. Tat es nicht. »Shit. Kein Helm!«, denke ich noch, als mir klar wird, dass es gleich zum Zusammenstoß kommt. In meinem Kopf hör ich all die vielen Stimmen, die’s mir immer wieder gesagt haben: Kauf Dir 'nen Helm! Und jetzt war’s zu spät. Ich fliege gegen die Autoseite und liege schneller auf dem Boden als ich gucken kann. Leider verloren. Regungslos bleib ich da liegen, aus Angst, es könnte was kaputt gegangen sein. Dass alles heil geblieben war, erfuhr ich leider erst drei Stunden später. Ich hatte Glück: Nicht nur, weil mir eine unglaublich geistesgegenwärtige Ersthelferin zur Seite stand. Ich behaupte mal kühn, dass ich meine Unversehrtheit auch ein bisschen meiner nicht allzu schlechten Fitness zu verdanken habe. Meine Muskeln arbeiteten wie verrückt, blieben stundenlang angespannt, als wollten sie Skelett und Gelenke bestmöglich schützen. Das gute Körpergold! Es schmerzte in den folgenden vier Tagen, als hätte ich ein ziemlich gutes Ganzkörper-Workout hinter mich gebracht.
»Wann kann ich wieder Sport machen?«, frag ich den Arzt, der mich  lange mit einem Bernhardinerblick anguckt.
»Naja, Sie sollten morgen nicht gleich ‘nen Marathon laufen!«, sagt er. Die Antwort gefällt mir und ich atme erleichtert aus. Mein Rad muss repariert werden. Und ich brauch einen Helm. Ich glaube, ohne werd ich mich erst mal nicht mehr in den Sattel wagen. Wenn ich einen hübschen gefunden hab (gold soll er ja sein, habt Ihr gesagt) werd ich vielleicht Stuntfrau, hab ich beschlossen. Dann fehlt aber noch so ‘n goldener Overall. Mit Blitz oder Flamme oder was anderes Furchteinflößendes mitten auf der Brust.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Let's Dumba®!

Heute bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und plötzlich war sie da: DIE Idee meines Lebens.
Weil ich mir ja keine Zahlen merken kann und strenge Schrittfolgen mein Gehirn überfordern, kam mir der Gedanke, einen völlig neuen Fitnesstrend zu erfinden. Einen, der gänzlich ohne Zählen und Choreografien auskommt, aber trotzdem groovt wie Sau. Schließlich ist Musik ein grundlegender Faktor für gute Laune. Und wie bekommt man Menschenmassen besser bewegt? Richtig, man beschallt sie mit heißen Rhythmen und coolen Beats! Dieser von mir ausgedachte Fitnesstrend wird selbst die derbsten Coach-Potatoes rocken. Versprochen! Kurz, es geht um: Dumba®! Der Name – Ihr ahntet es – setzt sich aus meinem Nachnamen »Dua« und dem englischen Wort »Move« sowie aus dem Deutschen »Bewegung« und dem umgangssprachlichen Wort für Hinterteil zusammen, denn das wollen wir ja bewegen. Großartig, oder? Aber halt, es kommt noch besser: Ich werde ein eigenes Label gründen und mit Nike kooperieren. Meine eigene Klamotten-Kollektion wird mit dem sagenhaften Logo bedruckt, es wird kleine Merchandising-Accessoires wie Brillen, coole Hoodies, Kappen und Taschen zu kaufen geben. Ich werde mich mit wunderbaren Musikern zusammentun, vielleicht mit Michael Jackson, Freddy Mercury, Whitney Houston oder Amy Winehouse. Oder mit irgendwelchen coolen Rappern, die in den 90ern mal ganz, ganz groß waren. Dann – es geht noch weiter – werde ich Diät-Lebensmittel produzieren lassen: Dumba®-Joghurts, -Pizzen, -Eiweißshakes und -Schokoladenkuchen. Abnehmen wird zum Kinderspiel. Sport treiben macht wieder Spaß und alle werden wir unglaublich gut gelaunt und glücklich durch die Gegend tänzeln. Ach, toll aussehen tun wir dann natürlich auch noch. Jeder!

Übrigens: Am 19. Oktober kommt dieser Zumba®-Erfinder Beto Perez nach Hamburg. Ich finde, er hat ein paar Schmährufe verdient. Denn neben Bergen von Millionen hat er auch das hier gemacht:  


Und alle die wirklich Spaß an Zumba® haben: Ich finde es schön, dass Ihr eine Sportart für Euch entdeckt habt, die Euch Vergnügen bereitet. Bitte, macht weiter – aber geht das auch unauffällig? Vielleicht ohne diesen ganzen Zumba®-Schnickschnack wie gebrandete Outfits? Nehmt doch einfach die von Dumba®, die sind eh viel toller! Und vergesst den Dumba®-Schokokuchen nicht. Der ist echt lecker!