Montag, 30. April 2012

10 Gründe, warum man als Läufer keinen Marathon laufen muss.



42,195 Kilometer. Einfach so mal an ‘nem Sonntag laufen.
Seid doch mal ehrlich: Ein bisschen bescheuert ist das schon … 
1.
13.000 Läufer waren gestern beim Hamburg Marathon gemeldet (davon liefen 10.310 ins Ziel). Als ob das nicht schon genug Teilnehmer wären … 

2.
Wisst Ihr eigentlich, dass der erste Marathonläufer der Welt – Pheidippides – im Ziel tot zusammenbrach? Angeblich soll er nicht bei bester Herzgesundheit gewesen sein, aber ohne Marathon hätte er garantiert länger gelebt … 

3. 
»Das Gesündeste am Marathon ist das regelmäßige Training.« – dieser Auffassung sind viele Mediziner. Ich bin keiner, aber Ihr müsst zugeben: da ist was dran!
Link: Gesund am Marathon ist das Training

4. 
Je länger die Laufstrecke, desto belastender ist das für den Organismus. Für die Sehnen, Bänder, für die Muskeln und Gelenke. Ein Marathon ist eine Extrembelastung. Wieso sollte man seinem Körper ohne triftigen Grund so was antun? Es gibt (meist) kein Geld (nein, man zahlt sogar noch welches), ins Fernsehen kommt man auch nicht (also die wenigsten) und ein Star wird man höchstens in seiner kleinen Familien-/Dorf-/Büro-/Vereins-/Läufer-Gemeinde. Für einen Tag.

5. 
Nach einem Marathon zeigt der Organismus Belastungsanzeichen wie nach einem Herzinfarkt – so munkelt man immer wieder. 

6. 
Hat man den Dreh beim Laufen raus, wird es zu einer ganz wunderbaren Sache. Ja, Laufen kann Menschen in einen Rauschzustand versetzen – aber wieso braucht man dazu gleich die Extremvariante, die Schmerzen verursacht?
Link: Aktueller Spiegel-Artikel – Die Droge der Jäger und Dauerläufer

7. 
Der Sportschuh- und Sportoutfitkonsum steigt ins Unermessliche, Leute! Und dabei ist der ohnehin schon so unglaublich hoch. Also bei mir.

8. 
Beim Marathon zugucken oder helfen macht auch ziemlich viel Spaß. Im Ernst! Seht hier.

9. 
Wenn ich eben spontan Lust auf einen Marathon bekäme, ich würde direkt loslaufen. Es ist okay, wenn niemand die Straßen für mich sperrt. Nein, ich brauch keine Verpflegungsstellen, Zuschauer auch nicht unbedingt (obwohl das sicher sehr motivieren würde). Keine große Orga, keine Planung. Warum denn immer dieser ganze Aufwand?

10. 
Blutende Brustwarzen, aufgeschlagene Knie, schmerzverzerrte Gesichter, enttäuschte Erwartungen, eine Woche Pflegefall … – warum genau? 

Liebe Marathon-Fans – ich würde mich sehr über Gegenargumente freuen. Was ist es, das Euch immer wieder so an den 42 km begeistert? Ich lass mich wirklich gern belehren. Bitte, klärt mich auf!

Kommentare:

rehwald hat gesagt…

Der einzige wahre Grund einen Marathon zu laufen (oder überhaupt zu laufen): Drogen :-). Also keine pharmazeutischen Erzeugnisse sondern dieses Endorphingetränkte Gefühl es dem eigenen Schweinehund mal wieder gezeigt zu haben. Das Gefühl Herr über diese Ansammlung von Biomasse zu sein die sich Körper nennt. Das Gefühl wesentlich mehr leisten zu können als es einem die Sportlehrer in der dritten Klasse, als man als Asthmatikerkind wochenlang auf Kur war, je zugetraut hätten (meine Sportlehrerin ist nun meine Nachbarin :-) ). Das Gefühl dass der eigene Wille stärker ist als die beste FastFood-Werbung.

Kurz und gut: es ist eine rein emotionale Sache :-)

KÖRPERGOLD hat gesagt…

Danke Dir vielmals für diesen Kommentar.
Das ist ein wunderbarer, wahrer Grund für einen Marathon!

Wenn ich noch weitere solche Rückmeldungen bekomme, dann habt Ihr mich bald soweit …